31.01.2026 – Tag der offenen Tür

Wir laden Sie zu unserem diesjährigen Tag der offenen Tür am 31.01.2026, von 10 Uhr bis 13 Uhr herzlich zu uns in die Schule ein. Sie möchten bereits jetzt mehr über unserer Schule erfahren? Auf https://www.fschillerg.de/kurzvorstellung/ haben wir für Sie die wichtigsten Inhalte auf einen Blick zusammengefasst.

Beim letzten Tag der offenen Tür herrschte im Schiller-Gymnasium reges Treiben.
Schüler, Eltern und Lehrer unserer Schule konnten viele Gäste begrüßen und boten interessierten Eltern und Grundschülern die Möglichkeit sich über die vielfältigen Angebote an unserer Schule zu informieren. Als besonders angenehm wurden seitens der Besucher das offene Gesprächsklima, die Vielfalt der zusätzlichen, den Unterricht ergänzenden, Angebote und die Ausgestaltung des Schulhauses empfunden.
Dabei reichten die Informationen von den einzelnen Fächern bis zu den Ganztagsangeboten, aber auch Möglichkeiten des Schüleraustauschs, die Profile, verschiedene Projekte, das Schulprogramm, der fächerverbindende Unterricht und unsere Partnerschule in Äthiopien wurden vorgestellt.

Science-Fiction im Deutschunterricht?

In den letzten Wochen hat die Klasse 8/2 eine richtig lebendige Debatte geführt:
Sollte Science-Fiction-Literatur im Deutschunterricht gelesen werden?

Die Meinungen gingen weit auseinander – von begeistertem „Auf jeden Fall!“ bis zu skeptischem Stirnrunzeln. Doch mittendrin hat ein Schüler mit seinem Text besonders überzeugt: Liam.
Sein Beitrag bringt die Diskussion auf den Punkt – klar, reflektiert und kompakt formuliert.

Hier veröffentlichen wir seinen Text zum Thema, der zeigt, warum Science-Fiction weit mehr ist als nur Raumschiffe, Laser und ferne Galaxien.


Science-Fiction und Deutschunterricht – gehört das zusammen?

Bevor wir das klären, sollten wir erstmal aufklären, was Science-Fiction überhaupt bedeutet. Also, Science-Fiction sind Geschichten, die sich meistens in der nahen oder fernen Zukunft abspielen. Moderne Technik, fortgeschrittene Wissenschaften, interstellare Kolonien und manchmal Kontakt mit Extraterrestrischen (= Außerirdischen Lebensformen) sind in Science-Fiction-Geschichten Standard [Wikipedia.org 29.08.25]. Ein gutes Beispiel wäre zu einem die Filmreihe: „Star Wars“. Zwar können diese Geschichten spannend sein, aber vor allem für Kinder, zu komplex sein. Durch diese Komplexität könnte Science-Fiction im Deutschunterricht zur Verwirrung führen [Quora.com 29.08.25]. Abgesehen davon sind die meisten Science-Fiction-Geschichten recht düster.
Zum Beispiel „Matrix“ – ist ein Film, in dem die Maschinen die Menschen eingesperrt haben, um aus ihnen Energie zu gewinnen. Und auch das wäre eine falsche Vorhersage der Zukunft. Aber Science-Fiction hat auch gute Seiten. So sind Science-Fiction Geschichten auch spannende Themen, außergewöhnliche Geschichten, und fördern das kritische Denken [Ruth-aachen.de 29.08.25]. Science-Fiction ermöglicht es, über den ,Tellerrand’ des aktuellen Machbaren hinauszublicken, radikale Zukünfte zu entwerfen und die möglichen Auswirkungen abzuschätzen [Ruth-aachen.de 29.08.25]. Dazu fängt man an, Technologie zu kritisieren und möglicherweise zu verbessern. Außerdem fängt eine Thematisierung von neuen Technologien sowie das Hinterfragen an. Dazu regt Science-Fiction die Kreativität an und weckt Interesse an der Welt, dem Universum und zukünftigen Entwicklungen.
Also, sollte Science-Fiction-Literatur im Deutschunterricht gelesen werden? Ich persönlich denke: ja, da sogar die Tamoli-Studie (Bei Schülern der Sekundarstufe 1) zeigt, dass Science-Fiction eines der beliebtesten Bücher-Themen ist (42 % für Science-Fiction) [Ausschnitt aus einer Fachzeitschrift, 29.08.25]. Dazu ist Science-Fiction auch ein Ausgleich vom immer doch so faden Deutschunterricht sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Natürlich hängt das auch von den Interessen der Personen ab. Aber ich gehe mal stark davon aus, dass Lehrer und Schüler zu einer Abwechslung nicht Nein sagen würden.

-Liam Holfeld, 8/2

Eindrücke vom 4. Tüftel-Wettbewerb Physik 2025 – „Brücke aus Schaschlickspießen“

Schüler*innen der Klassen 6 bis 12 haben sich der Herausforderung gestellt, eine Brücke aus Schaschlikspießen zu bauen, die nicht nur eine möglichst geringe Eigenmasse besitzt, sondern auch eine Masse von 1 kg trägt. Schüler*innen des Physik-Leistungskurses unterstützten die Physiklehrer*innen bei der Beurteilung des Konstruktionsprinzips.

Unsere Siegerinnen und Sieger

1. Platz:

Philipp (11) & Tamika (11)

2. Platz:

Adam (7/1) & Marius (7/1)

3. Platz:

Emma (6/2),  Mathilda (9/1) & Mira (12)

Ein herzliches Dankeschön allen Teilnehmer*innen des Wettbewerbs, dem Physikkurs, den beteiligten Lehrer*innen sowie den zuschauenden Schüler*innen! Ein herzliches Dankeschön geht auch an den Förderverein, der die Finanzierung der Preise ermöglicht hat!

Auch im Schuljahr 2025/2026 wird es wieder einen Tüftelwettbewerb geben. Wir freuen uns schon jetzt auf eure Teilnahme!

Einladung zum „Schnuppern im Schulalltag“

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, liebe Eltern,

wir laden euch herzlich zu unseren Schnupperstunden ein, bei welchen ihr einen Einblick in den Schulalltag am “Schiller“ gewinnen könnt. Taucht ein in ein abwechslungsreiches Programm, welches euch zeigt, wie vielfältig, spannend und lehrreich das Lernen bei uns ist.

Datum: 20. und 21.01.2026
Uhrzeit: 15.00 Uhr bis 16.15 Uhr 
Ort: Friedrich-Schiller-Schule Leipzig 

Wählt gleich aus der Liste das für euch passende Angebot aus und meldet euch verbindlich zum Schnuppern an!

Dienstag, 20.01.2026

15.00 Uhr – 15.30 Uhr

  • Latein
  • Kunst

15.45 Uhr – 16.15 Uhr             

  • Deutsch
  • Physik

Mittwoch, 21.01.2026

15.00 Uhr – 15.30 Uhr

  • Geografie
  • Chemie (keine freien Plätze mehr)

15.45 Uhr – 16.15 Uhr             

  • Biologie
  • Geschichte

Für weitere Informationen oder zur Anmeldung, kontaktiert uns bitte bis spätestens 15.01.2026 unter sekretariat@fschillerg.de .

Bringt bitte eure Schreibmaterialien und eine Schere mit. Wir freuen uns auf euren Besuch und darauf, euch in unseren Schnupperstunden willkommen zu heißen!

Mit freundlichen Grüßen,

Das Team der Friedrich-Schiller-Schule

Stadtfinale der Wettkampfklasse II im Volleyball

Stadtfinale der Wettkampfklasse II im Volleyball

Blick nach rechts: Vereinsspielerinnen, Blick nach links: Vereinsspielerinnen. So kann es gehen, wenn man als Schul-AG zum Stadtfinale Jugend trainiert für Olympia im Volleyball antritt. Aber wenn man schon mal da ist, macht man natürlich das Beste daraus.
Das haben auch wir (Sümela, Marta, Yasmina, Nora, Mariella, Julia, Clara, Carlotta, Wanda) uns gesagt und uns den großen Aufgaben dieses Tages gestellt. Mit fünf weiteren Teams gab es ein Kräftemessen im 6 gegen 6 auf den 9×9 Metern des Volleyballfeldes. Während wir in drei Spielen ohne jede Chance waren und neidlos anerkennen mussten, dass auf der anderen Seite des Netzes gut eingespielte Volleyballteams (Gerda-Taro-Schule, Gymnasium Engelsdorf, Lichtenberg-Gymnasium) mit einem hohen wöchentlichen Trainingsumfang standen, konnten wir in unserem Auftaktspiel gegen das Gustav-Herz-Gymnasium gut mithalten (möglicherweise hätten wir gegen Turnierende auch eine Siegchance gehabt) und unser „Finale“ gegen das Ostwald-Gymnasium sogar gewinnen, sodass wir am Ende einen völlig leistungsgerechten 5. Platz belegten.
Wir nehmen allerhand positive Erfahrungen mit und freuen uns auf das nächste Jahr. UND: Die gute Laune war definitiv auf unserer Seite des Netzes!

Besuch bei Bestattern – Ein besonderer Lerntag mit Sarah und Eric Wrede

Besuch bei Bestattern – Ein besonderer Lerntag mit Sarah und Eric Wrede

Manchmal gibt es Unterrichtstage, die bleiben – bei den Schülerinnen und Schülern, aber auch bei uns Lehrkräften. Genau so ein Tag war unser Besuch beim Berliner Bestatter Eric Wrede und der Bestatterin Sarah, die mit ihrer offenen, warmen Art einen Raum geschaffen haben, in dem die Klasse 9.1 ein Thema betreten konnte, das sonst oft gemieden wird: den Tod.

Der Besuch war Teil unseres Ethikunterrichts, in dem wir uns mit Fragen nach Würde, Abschiedskultur, Trauer und persönlicher Haltung auseinandersetzen. Und ich konnte direkt spüren, wie viel echter, greifbarer und relevanter dieses Thema wird, wenn junge Menschen jemanden kennenlernen, der tagtäglich mit Abschieden arbeitet – und dabei erstaunlich viel über das Leben erzählt.

Wir haben gelernt, dass Bestattung nicht nur Organisation ist, sondern Beziehung, Haltung und Kultur. Dass jedes Leben Spuren hinterlässt. Und dass es Stärke ist, sich auch mit schweren Themen auseinanderzusetzen, statt ihnen auszuweichen.

Für mich war dieser Tag ein Beispiel dafür, wie Schule sein kann: ehrlich, nah am Leben und voller echter Gespräche, die etwas in Bewegung setzen.

Ein großes Dankeschön an Sarah und Eric Wrede, für ihre Offenheit – und an die Klasse 9.1 für ihren Mut, ihre Gedanken und die besondere Stimmung, die sie an diesem Tag miteinander getragen haben.

C. Richter

Studienfahrt nach Auschwitz

Studienfahrt nach Auschwitz

„Auschwitz“ – ein Symbol für Unmenschlichkeit, für die Abgründe des Nationalsozialismus, für den Holocaust. Und: ein Ort. Ein Ort in Südpolen, der auf Polnisch Oświęcim heißt. Man kennt „Auschwitz“ häufig nur aus Erzählungen, Filmen oder Bildern. „Auschwitz“ ist mit einem dumpfen Gefühl des Schreckens verbunden, aber oft ist es unkonkret und eben vor allem ein Gefühl. Mit dem Ziel, dieses abstrakte Gefühl greifbar zu machen und den Ort „in echt“ zu erleben und zu verstehen, hat sich eine Gruppe aus 19 Schülerinnen und Schülern sowie Frau Bargmann und Herr Stock vom 20. bis zum 24. Oktober auf eine fünftägige Studienreise nach Oświęcim begeben.

Übernachtet haben wir in der „Internationalen Jugendbegegnungsstätte“ in Oświęcim, die Ende der 1980er-Jahre das erfolgreiche Ergebnis eines langen Prozesses war. Es entstand ein von der deutschen Initiative „Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste“ und der polnischen Gemeinde Oświęcim gemeinsam betriebenes Begegnungszentrum für Jugendliche, das seither Erinnerungs-, Begegnungs- und Versöhnungsarbeit leistet.

Am 21. Oktober besuchten wir das Stammlager Auschwitz I. Zur Orientierung: Hinter dem Wort „Auschwitz“ verbergen sich hauptsächlich drei Lager der Nationalsozialisten: das Stammlager Auschwitz I (ein Konzentrationslager), das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II) und das Zwangsarbeiterlager Monowitz (Auschwitz III). In den Blocks des Stammlagers befinden sich heute Ausstellungsräume, die sich mit der Geschichte aller Lager in Auschwitz beschäftigen.

Die Atmosphäre war bedrückend. Durch eine dreieinhalbstündige Führung und die Ausstellungen haben wir viel über den Lagerkomplex, die NS-Ideologie und die Organisation der Verbrechen erfahren. Dazu gehörte das Geschehen vor Ort, aber auch die Eingliederung in das große SS-Lagersystem, von dem Auschwitz ein Teil war. Wir sahen die Baracken, das berüchtigte Eingangstor des Stammlagers mit der zynischen Inschrift „Arbeit macht frei“ und Berge aus Haaren, Brillen, Koffern, Schuhen und Kinderschuhen. Obwohl aus dem Geschichtsunterricht bekannt, waren die Erlebnisse überwältigend. Einige hatten Tränen in den Augen, andere starrten nachdenklich auf das Gelände. Das eigentliche Vernichtungslager war Auschwitz II (Birkenau, s.u.), doch auch im Stammlager Auschwitz I wurde gemordet. Für Erschießungen gab es eine eigens eingerichtete „Schwarze Wand“, und im „Bunker“ Block 11 im Keller befand sich ein Lagergefängnis, in dem Menschen gequält und 1941 erstmals durch Massenvergasung mit Zyklon B ermordet wurden.

Wir sahen auch die Villa, in der der Lagerkommandant Rudolf Höß mit seiner Familie lebte. Höß war verantwortlich für den Tod von mehr als einer Million Menschen. Sein Haus stand nur wenige Meter vom Konzentrationslager entfernt.
Orte wie die Lagerküche, der Appellplatz oder das Lager für den hinterlassenen Besitz der Häftlinge führten uns die komplexe Organisation der Verbrechen vor Augen.

Auch wenn das kaum mehr möglich schien, verstärkte sich dieser Eindruck am nächsten Tag noch. Am Mittwoch, dem 22. Oktober, fuhren wir nach Birkenau (polnisch: Brzezinka). Hier befand sich das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Wenn das Wort „Auschwitz“ benutzt wird, wird häufig von diesem Lager gesprochen. Hier wurden 1,1 Million Menschen ermordet, davon knapp eine Million Juden. Das Lager „Auschwitz-Birkenau“ wurde 1941 gebaut und stetig erweitert. Berühmt ist das Torhaus, durch das ab 1944 die Züge mit den Menschen direkt ins Lager fuhren.

Wir stiegen an der „Alten Judenrampe“ aus dem Bus. Dort kamen die Züge anfangs an, die die Menschen zum Vernichtungslager brachten. Ab 1944 wurden fuhren die Züge – da es effizienter war – direkt ins Lager, wo es eine weitere „Judenrampe“ gibt. Hier fanden die sogenannten Selektionen statt – so nannten die NS-Täter den Vorgang, bei dem sie entschieden, wer ins Lager eingewiesen oder wer direkt in den Gaskammern ermordet wurde. Die „Selektion“ wurde von SS-Ärzten durchgeführt. Auf dem Weg ins Lager liefen wir durch eine kleine Siedlung, vorbei an Wohnhäusern, Gärten und einem Spielplatz – ein surreales Erlebnis. Beim Lager angekommen mussten wir erstmal den Anblick des Tores, der Betonpfeiler und des Stacheldrahtes verarbeiten. Das Lager ist groß. Obwohl die SS das Lager bei der Flucht vor der „Roten Armee“ zerstörte, um die Spuren zu verwischen und Beweise zu vernichten, gibt es noch viele Überreste.

Nach dem ersten Eindruck begann die eigentliche Auseinandersetzung mit dem Ort und den Geschehnissen, die hier stattfanden. Die Führung wurde von den gleichen Guides gemacht wie am Tag zuvor. Für mich warf sie mehr Fragen auf als Antworten auf, was nicht an den Guides lag. Doch der Ort ließ mich fassungslos zurück. Die Ausmaße, die Dimensionen und nicht zuletzt das Leid selbst waren so groß, dass es für mich nicht zu beschreiben oder zu begreifen ist. Was mit dem Schlagwort der „Einzigartigkeit des Holocaust“ gemeint ist, habe ich hier zum ersten Mal wirklich begriffen.

Wir besichtigten unter anderem die Baracken, die Haarschneideräume, die „Rampe“ und die Gaskammern mit den Krematorien. Von denen gab es vier sowie Gaskammern in zwei Bauernhäuser, „Bunker“ genannt. So vergasten die Nationalsozialisten an einem Tag mehrere Tausend Menschen und verbrannten sie anschließend.

Die systematische Organisation der Massenmorde war erschreckend durchdacht. Es wurde deutlich: Die SS konnte dieses riesige Lager nicht allein „am Laufen“ halten. Die Reichsbahn ermöglichte den Transport der Züge, die Krematorien und Teile der Gaskammern wurden von der Erfurter Firma „J. A. Topf & Söhne“ entwickelt und hergestellt. Das sind nur zwei Beispiele, es gibt viele mehr.

Neben den beiden Lagern besuchten wir die Ausstellung eines Zeitzeugen (Marian Kołodziej) und einige von uns auch eine Installation des Künstlers Gerhard Richter, die sich auf dem Gelände unserer Unterkunft befand. Marian Kołodziej war einer der ersten Häftlinge im Stammlager (Häftlingsnummer: 432). Fast 50 Jahre lang konnte er nicht über seine Zeit im Lager sprechen. Nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte, begann er, seine Erlebnisse durch Zeichnungen zu Papier zu bringen. In 16 Jahren entwickelte Kołodziej eine gesamte Ausstellung, die heute in einem Kloster in Harmęże besichtigt werden kann. Die Atmosphäre in der unterirdischen Ausstellung war bedrückend und unheimlich – überall Zeichnungen von Häftlingen, die einen anstarrten. Für viele war dieser Besuch ein wichtiger konkreter Zugang zu dem, was wir bereits über die Lager gehört hatten.

Eine Stadtführung und ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof gaben uns einen Überblick über die lange und vielfältige Geschichte der Stadt Oświęcim vor und nach Auschwitz.

Am Donnerstag fand in unserer Unterkunft ein Zeitzeuginnnengespräch mit Stefania Wernik statt. Es war beeindruckend, mithilfe einer Dolmetscherin live die auf Polnisch erzählte Geschichte von Frau Wernik zu erfahren. Sie erzählte von ihrer Mutter, die sie 1944 in Auschwitz-Birkenau zur Welt brachte und wie die beiden ihr Leben lang unter diesem Lageraufenthalt litten. An Stefania Wernik wurden als Baby vom berüchtigten SS-Lagerarzt Josef Mengele pseudowissenschaftliche Experimente durchgeführt. Ihre Geschichte war traurig und bewegend. Wir konnten Rückfragen stellen, die sie alle beantwortete.

Die fünf Tage in Auschwitz waren anstrengend. Um noch einmal auf die Einleitung zurückzukommen: „Auschwitz“ ist für mich kein abstraktes Symbol mehr, sondern ein konkreter Ort, verbunden mit konkreten Taten. In diesem Sinne war die Fahrt erfolgreich. Wirklich „verstanden“ habe ich den Ort und die Taten nicht. „Auschwitz“ ist nicht zu verstehen. Je mehr ich mich mit der Shoah beschäftige, desto weniger verstehe ich, wie Menschen anderen so etwas antun konnten. Was ich mitnehme: „Auschwitz“ darf sich niemals wiederholen.

Julius Fleiter, 26. Oktober 2025


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