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Friedrich - Schiller - Schule

anders. denkend. humanistisch.

Schüleraustausch Paris-Leipzig

Erfahrungsbericht vom Paris-Leipzig Austausch

(von Tm Pätz)

Anfangs war die Kommunikation zwischen Joseph und mir schwierig. Wir wussten nicht über welche Themen wir uns unterhalten sollten und führten so anfangs nur smalltalk.

Am Samstagabend war Abschlussball. Aufgrund dessen konnten wir uns auch nicht viel unterhalten, da wir mit dem Tanzen beschäftigt waren. Anfangs saßen die Franzosen hauptsächlich nur herum, doch später tanzten sie alle mit und hatten sichtlich Spaß.

Als wir uns am Sonntag mit Daniel und seinem Austauschpartner Pierre trafen, unterhielten wir uns mehr. Wir spielten gemeinsam Monopoly und lachten sehr viel. Durch das gemeinsame Spiel lernten wir uns einander besser kennen und stellten fest, dass wir einen ähnlichen Humor haben. Da die Austauchpartner meiner Freunde ebenfalls miteinander befreundet waren, konnten wir in größeren Gruppen Zeit verbringen und uns über verschiedene Themen austauschen. Wir haben uns alle sehr gut verstanden.

Da Joseph, wie ich auch, ein sehr großer Fußballfan ist, konnten wir uns viel über Fußball unterhalten und auch Fußball im Fernseher schauen. Am Montag nahm ich ihn mit zu meinem Training im Fußballverein. Er hatte viel Spaß und meinte, es hätte ihm gefallen.

Die Aktivitäten in der Woche waren sehr interessant und informativ. Am besten gefiel mir die Stadttour durch Leipzig, da der Guide sehr gut reden konnte, lustig war und ich viele interessante Dinge über Leipzig erfahren habe, welche mir noch nicht bekannt waren.

Der Ausflug nach Dresden war natürlich auch sehr schön.

Jedoch bin ich der Meinung, dass man auf die ein oder andere Aktivität hätte verzichten können. Da es gegen Ende der Woche ein bisschen anstrengend wurde. Zum Beispiel hätte mir die Besichtigung der Gemäldegalerie ohne Tourguide besser gefallen. Man hätte sich perfekt alles allein bzw. in einer Gruppe anschauen können. Trotzdem fand ich es sehr interessant und kurzweilig.

Zu Joseph und den Partnern meiner Freunde kann ich sagen, dass sie sehr angenehm und höflich waren. Zu fremden Personen waren sie sehr aufmerksam und freundlich.

Joseph wirkte reif und selbständig. Im Restaurant bestellte er eigenständig und hatte allgemein keine Probleme mit der Sprache. Auch Emil, Babtiste, Pierre und Sebastien konnten sehr gut Deutsch. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die jüngeren Schüler sich eher weniger benehmen konnten. Sie waren oft sehr laut und schubsten sich gegenseitig. Dies war oft nervig und in der Öffentlichkeit unangenehm. Am Montag in der Schule waren sie sogar im Unterricht laut und störten.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine sehr schöne Woche war, in der ich viel Spaß hatte. Der Austausch war sehr interessant und hilfreich für meine Französischkenntnisse.

Ich habe viel gelacht und viel gelernt. Bei Ihnen möchte ich mich bedanken, dass Sie mich „gezwungen“ haben am Austausch teilzunehmen. Ich freue mich auf die Woche in Paris und Joseph wiederzusehen.

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Erfahrungsbericht

(von Chiara Struff)

Ich habe den Austausch mit den Schüler*innen aus Paris insgesamt als sehr positiv wahrgenommen. Aufgefallen ist mir Anfangs vor allem die Höflichkeit meines Austauschschülers Théodore, der sich nie als Erster an den Essenstisch gesetzt hat und ihn ungefragt mit abgeräumt hat. Im Gegensatz zu den Erfahrungen anderer Teilnehmer*innen des Austauschs, war er immer pünktlich und zuverlässig. Laut seinem Fragebogen ist Théodore sehr schüchtern und ruhig, doch nach anfänglicher Stille und etwas einseitigen Gesprächen, traute er sich ebenfalls Fragen zu stellen und so wurden unsere Unterhaltungen lebendiger und lustiger. Dabei haben wir uns beide bemüht, auf der Sprache des jeweils anderen zu sprechen und uns notfalls mit Händen und Füßen verständigt, was zwar dazu führte, dass die Gesprächshemen eher oberflächlich blieben, aber dafür waren sie sehr unterhaltsam und wir lachten oft über verschiedene Missverständnisse oder Ausdrücke.

Die Unternehmungen mit den anderen Schüler*innen fand ich sehr interessant und unterhaltsam. Den einzelnen Personen(-gruppen) wurden viele Freiräume gelassen, sodass sich zum einen die Zeit in der großen Gruppe sehr locker gestaltete und wir zum anderen unsere Freizeit selbst gestalten konnten. Besonders gefallen haben mir die Fahrt nach Dresden und die Führung im Zeitgeschichtlichen Forum zur DDR- und Wendezeit, auch wenn sie etwas oberflächlich war, da die anderen Teilnehmer*innen das Thema noch nicht in der Schule behandelt haben. Vielleicht hat es ja auch das Interesse der französischen Schüler*innen geweckt, die wahrscheinlich noch weniger Bezug zu dieser Zeit haben, als wir. Generell hoffe ich, dass sie den Austausch trotz der Kälte genießen konnten, die uns oft zwang, unsere Freizeit drinnen oder mit Sport zu verbringen.

Die Zeit nach den gemeinsamen Aktivitäten nutzten wir also, um (meist in einer Sechsergruppe) das Gondwanaland zu besichtigen oder die Stadt vom „Uniriesen“ aus zu betrachten, verbrachten aber auch viel Zeit mit gemeinsamen Spielen oder Tischtennis. Dabei lernten wir viel über die Familien und den Schulalltag unserer Austauschschüler, konnten uns gegenseitig sprachlich verbessern und wunderten uns über die einen oder anderen Angewohnheiten, etwa einen Döner mit Ketchup zu bestellen. Außerdem besuchten wir den Weihnachtsmarkt, wurden selbst in der Weihnachtsbäckerei tätig, gestalteten unsere Abende und Mahlzeiten gemeinsam und ließen keine Langeweile aufkommen.

Daher waren die fünf Tage für mich zwar sehr schön und erlebnisreich, doch auch anstrengend, denn wir hatten von früh bis spät für Programm gesorgt. Vor allem bewundere ich die schier grenzenlose Energie unserer drei Austauschschüler, die sich stets für eine Runde Tischtennis begeistern ließen. Auch meine sprachlichen Fähigkeiten haben sich durch die Woche intensiven Französischsprechens verbessert, da sich eine Sprache durch Anwendung am besten festigt.

Negativ aufgefallen ist mir eigentlich nur der Umgang der französischen Gäst*innen untereinander, der mir oftmals eher distanziert und leistungsorientiert, statt empathisch erschien. Auch im Verhältnis der Lehrer*innen zu den Schüler*innen zeigte sich eine Pädagogik, deren Werten und Methoden ich nicht zustimmen kann. So wurden etwa aus Prinzip die „Stärkeren“ gefördert, statt die „Schwächeren“ unterstützt, was zu einer deutlichen Spaltung der Klasse führte.

Diese Beobachtung hat mich in dieser Woche sehr beschäftigt und ich bin gespannt, ob die Begegnung mit einer elitären Schule im Juni meine Einschätzung noch bekräftigen wird. Allerdings freue ich mich auch sehr auf die Zeit in Paris und freue mich auf die Erfahrung, in einer französischen Gastfamilie zu leben. Ich denke, Théodore und ich haben uns so gut angefreundet, dass ich mich dort schnell einleben werde und wir die Tage spannend gestalten können.

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Zum ersten Kennenlernen: Sprachanimation mit dem France Mobil:

Wir zeigen unseren französischen Gästen unsere Stadt. Eine Stadtführung ist auch für Leipziger und Leipzigerinnen ganz interessant:

Orte deutsch-französischer Geschichte in Leipzig: Das Völkerschlachtdenkmal.

Der Blick über Leipzig ist hervorragend:

Gemeinsame Exkursion nach Dresden: Führung durch die Alten Meister und deutsch-französische Stadtrallye durch die Dresdner Altstadt:

Vor der Gemäldegalerie:

Sixtinische Madonna:

Die gesamte Gruppe vor dem Reiterdenkmal:

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Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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