Worte zu Glauben - Gedicht

 

Nach Friedrich Schiller

Drei Worte. Doch weit mehr
Sind es. Ist es, lässt man sie wirken.
Klingen gehoben, klingen verquer,
Klingen gewaltig. Können verstärken

Den Willen des Menschen, der
Anders sich dreht im „Weltinnenraum“ Schule.
Anders versteht, anders erlebt.
Rücken kann. (Nicht nur am Stuhle.)

Selbst Schiller, der Genius, er lebt es mit Leiden:
Wer denkt, übt das Denken für´s Leben.
Es lenkt sein Geschick, es lenkt sein Bestreben,
Wer fragt, kennt sein Ziel schon beizeiten.

Fragen an sich kann man üben im Leben.
Warum und Wieso – Woher und Wohin?
Nach Schiller sollst du hin zum „Göttlichen“ streben.
Was bedeutet es?
Führ ein Leben mit Sinn!

Nur führ dieses Leben, das einzig für dich,
verantwortlich! Mit Blick ganz humanistisch.
Es zeichnet die Spezies aus an und für sich:
Allein heißt nicht individualistisch.

Ein Ideal unserer Zeit,
gehalten, verstanden im Maße:
Sei lernend! Doch mehr noch:
Sei lernbereit!
Entscheide für dich!
Geh notfalls weit!
Weg von den Grenzen der Klasse!

Drei Worte. Doch weit mehr sind es, anders gedacht.
Der Mensch denkt besser vom Herzen her.
Gewinnt sich. Leistet.
Besser gedacht.

 

Jens-Uwe Jopp

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